Magersucht

 
Der Begriff "Anorexia nervosa"

ist im Grunde eine Fehlbezeichnung für die Krankheit. Jedoch hat sich dieser Begriff allgemein eingebürgert. "Anorexia" stammt aus dem neulateinischen und bedeutet Appetitlosigkeit. Obwohl die Nahrungsaufnahme erheblich eingeschränkt wird, liegt die Ursache der Magersucht nicht in mangelndem Appetit. Im Gegenteil, Magersüchtige verspüren meist einen sehr großen Appetit, verleugnen diesen aber.

Magersucht ist eine psychosomatische Krankheit

Die Psychosomatik mißt psychischen Prozessen bei der Entstehung körperlicher Leiden eine wesentliche Bedeutung bei. Magersucht beruht demnach auf psychisch-körperlichen Wechselwirkungen. Sie zeichnet sich durch eine extreme Gewichtsabnahme bzw. Halten eines extrem niedrigen Gewichtes aus, begleitet von der Befürchtung, dick zu werden. Das niedrige Gewicht wird durch ungewöhnliche Eß- und Gewichtsregulationsverhalten und Verweigerung der Nahrungsaufnahme erreicht.

Risikogruppen

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Statistiken zu Essstörungen

Statistik - Dimensionen Deutsche Gesellschaft für Ernährung:

  • 800 000 - 2,7 Mio in BRD ( alte Bundesländer ) essgestört
  • 40 000 - 500 000 in Berlin ( nach der Wende )
  • 90% Frauen 10% Männer ( Tendenz steigend )
  • von der Gesamtbevölkerung: 10 - 20% Frauen, 5% Männer
  • 20% Magersucht
  • 70% Ess - Brechsucht
  • 10% Ess-Sucht (ab dem 50. Lebensjahr knapp 30% Übergewicht = 15 - 20% über „normal“; nur 1/20stel organisch bedingt )
  • 60 - 80% Grenzverletzungen ( sex. Missbrauch, Gewalt ) 
Ernährungspsychologisches Institut Göttingen:

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Eßstörungen - das Wagnis nach außen zu gehen, ist der Beginn deiner Heilung

Eßstörungen sind zwanghafte Verhaltensmuster von Nicht-Essen (Magersucht/Anorexie), Über-Essen mit anschließendem Erbrechen (Eß-Brechsucht/Bulimie) und Über-Essen (Fettsucht/Adipositas). Nach Schätzungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung sind allein in Berlin 40000 - 500000 Menschen eßgestört. Dabei handelt es sich bei den wenigsten Betroffenen um Informationsdefizite, was gesunde Ernährung anbelangt. Ganz im Gegenteil. Gerade diese Personengruppe verfügt über ein außerordentliches Wissen darüber, was sie aber letztendlich nicht davor schützt, ungesund zu essen. Nahrungsmittel haben für den eßgestörten Menschen einen anderen Stellenwert als: den Hunger stillen, Satt sein erleben, Genuß spüren, Freude am Essen haben. Vielmehr stehen Lebens-Mittel für: den Hunger nach Emotionen stillen, das innere, bedürftige Kind ruhig zu stellen, Gefühle wie Angst, Wut, Trauer hinunter zu essen.

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